Berg-Peer Janine 9. Februar 2012
kein Chaos mehr. Alles ist geordnet, der Bildschirm füllt sich. Und wenn ich es alles noch mal lese, gefällt es mir sehr gut. Auch solche Tage gibt es, davon bitte noch mehr. Das wars für heute.
Nein, natürlich kommt noch ein Buchtipp. Großartig. Sage ich das eigentlich immer? Lest es doch selbst, ihr werdet schon das richtige Wort finden. Niemand kann psychische Krankheit und vor allem die Kommunikation unter den Durchgeknallten so eindrucksvoll, plastisch und erheiternd wiedergeben. Die Frau schreibt einfach zu gut. Und sie schreibt über ihr eigenes Duchgeknalltsein. Eine wunderbare Schriftstellerin. Nein, es reicht nicht, den Film zu sehen, ob wohl Angelina Jolie großartig war. Man muss es lesen.
Susanna Kaysen: Durchgeknallt

Quelle: Amazon
Berg-Peer Janine 31. Januar 2012
Ich muss das schnell mitteilen, aber gerade habe ich im Eildurchlauf das Burh von Hallgrimur Helgason durchgelesen. Zunächst dachte ich,e s wäre ein sehr komisches Buch.
“Ich lebe allein in einer Garage, zusammen mit einem Laptop und einer alten Handgranate. Wir haben es wahnsinnig gemütlich.”
Damit beginnt das Buch und so steht es auch auf dem Bucheinband. An so einem Anfangssatz kann ich natürlich nicht vorbeigehen. Aber es ist nicht nur ein komisches Buch. Es ist ein sehr gut geschriebenes Buch. Es ist ein interessantes Buch, noch nie habe ich so viel von den Nazis in Dänemark gehört oder auch, was mit den Dänen und den Isländern so alles passierte. Niemand kommt dabei gut weg. Das mit den Nazis weiß ich natürlich, aber die Situation in den anderen Ländern? Weder Dänen, noch Isländer, noch Russen werde nur begeistert sein (können).
Artikel weiterlesen »
Berg-Peer Janine 24. November 2011
Ich muss das schnell mitteilen, denn gerade habe ich im Eildurchlauf das Buch von Hallgrimur Helgason durchgelesen. Ich konnte gar nicht schlafen, weil ich weiterlesen musste. Zunächst dachte ich, es wäre ein sehr komisches Buch.
“Ich lebe allein in einer Garage, zusammen mit einem Laptop und einer alten Handgranate. Wir haben es wahnsinnig gemütlich.”
Damit beginnt das Buch und so steht es auch auf dem Bucheinband. An so einem Anfangssatz kann ich natürlich nicht vorbeigehen. Aber es ist nicht nur ein komisches Buch. Es ist ein sehr gut geschriebenes Buch. Es ist ein interessantes Buch, noch nie habe ich so viel von den Nazis in Dänemark gehört oder auch, was mit den Dänen und den Isländern so alles passierte. Niemand kommt dabei gut weg. Das mit den Nazis weiß ich natürlich, aber die Situation in den anderen Ländern? Weder Dänen, noch Isländer, noch Russen werde nur begeistert sein (können). Aber es ist eben auch ein sehr komisches Buch. Auf dieser wunderbaren Formulierungen muss man erst einmal kommen. Und dann ist es ein tragisches Buch. Nüchtern und mitfühlend werden die tragischen Entscheidungen und ihre Folgen beschrieben, die wir alle in unserem Leben treffen. Und dann ist es ein bitterböses Buch. Als Mann möchte ich all das überhaupt nicht lesen, was hier richtig und böse und bitter und komisch über Männer geschrieben wird.
Eine Freundin fragte mich, ob sie das Buch ihrem Vater schenken könne, mit dem sie im nächsten Jahr nach Island fahren wolle. Nein, nein, sagte ich, für einen alten Vater ist das zu feministisch. Schenk ihm etwas Nettes.
Und dann habe ich zuhause entdeckt, dass Hallgrimur Helgason ein Mann ist. Großartig.

Quelle: Amazon
Berg-Peer Janine 18. November 2011
Mich hat jemand gefragt, wo ich denn am liebsten nach Büchern stöbere. Da musste ich erst mal nachdenken. Spontan fällt mir unser Blumenladen neben der Post ein, in dem zwei wunderbar gestylte Schwule Grab- und Hochzeitsbuketts gestalten und außerdem auch Bücher anbieten. Fragt mich nicht, wo sie diese Bücher herhaben. Da findet sich vergilbt und angestaubt Vicki Baums “Menschen im Hotel” oder auch ein ähnliches Exemplar von John Knittels “Via Mala”. Ich sage es etwas verschämt, aber auch da stöbere ich immer und habe sogar schon ein Buch gekauft.
Aber am liebsten ich stöbere in Amazon. Ich weiß, das werden die meisten gar nicht romantisch finden, aber an meinem schönen Schreibtisch, rechts und links von der Tastatur Katull und Mandela (meine Kartäuserkater), links ein Glas Pinot und im Rechner Musik von Philippe Jaroussky (meine neueste große Liebe) und dann noch vor mir ein nicht enden wollenden Angebot an schönen Büchern!
Herrlich. Und dann habe ich 4 Wunschlisten, in denen jeweils mindestens 500 Bücher sind. Und in denen stöbere ich auch. Ach, sage ich dann zu Katull und Mandela, das hat uns 2009 interessiert? Ist eigentlich immer noch interessant, findet Mandela und legt seine dicke Pfote auf “Einkaufswagen”. Und dann stöbere ich die Liste herauf und hinunter. So viele schöne Bücher, die ich alle noch lesen will und werde…
Und wenn dann etwas Schönes passiert – Bettina Querfurth weiß, wovon ich spreche – dann machen Katull, Mandela und ich ganz schnell
Einkaufswagen
Einkaufswagen
Einkaufswagen
Einkaufswagen…
Und dann sitzen wir drei die nächsten Tage aufgeregt vor der Wohnungstür und warten auf das Klingeln des Briefträgers.
Berg-Peer Janine 14. August 2011
Es ist ein bisschen peinlich, weil der Titel so nach diesen “heiteren” Büchern klingt, um die man sonst einen großen Bogen macht und die man niemals im Bekanntenkreis erwähnen würde, weil man einfach nicht zu den Menschen gehören möchte, die “heitere” Bücher mögen.
Aber das Buch ist nicht (nur) heiter, sondern teilweise wirklich komisch und kann vor allem dann genossen werden, wenn man die 60 schon überschritten hat oder auf die 60 zusteuert. Manchmal wiederholt es sich ein bisschen, aber oft ist es doch wirklich lesenswert. Es bestärkt uns sehr darin, im Alter einfach das zu tun, was man will und zwar ohne Rücksicht auf das, was von uns erwartet wird. Artikel weiterlesen »